"Mayors for Peace" - Städte rufen zu nuklearer Abrüstung auf
Gegenwärtig spielen Atomwaffen wieder eine stärkere Rolle in der internationalen Sicherheitspolitik. Das nukleare Abrüstungsregime scheint geschwächt. Nach Schätzungen der Expertinnen und Experten des Stockholmer Friedensforschungsinstitutes SIPRI verfügen die neun Atommächte noch immer über 12.187 Atomsprengköpfe. Friedensforscher warnen zudem vor einem neuen Wettrüsten der Atommächte.
„Trotz aktueller sicherheitspolitischer Herausforderungen brauchen wir ernsthafte nukleare Abrüstungsbemühungen“, sagt Biberachs Oberbürgermeister Norbert Zeidler. „Das neue atomare Wettrüsten ist keine Lösung, das sollte die Vergangenheit gelehrt haben.“ Atomsprengköpfe bedrohten die Existenz der Menschheit. „Daher zeige ich als Mitglied im weltweiten Bündnis der ‚Mayors for Peace‘ am Biberacher Rathaus Flagge für Abrüstungsbemühungen und gegen atomares Wettrüsten.“
Die Organisation „Mayors for Peace“ wurde 1982 durch den Bürgermeister von Hiroshima gegründet. Das weltweite Netzwerk setzt sich vor allem für die Abschaffung von Atomwaffen ein, greift aber auch aktuelle Themen auf, um Wege für ein friedvolles Miteinander zu diskutieren. 8.579 Städte in 166 Ländern gehören dem Netzwerk an, darunter 931 Städte in Deutschland. Rund 600 Städte in Deutschland beteiligen sich in diesem Jahr am Flaggentag.