Wilhelm Leger

Wilhelm Leger (1894-1964) war der erste gewählte Biberacher Bürgermeister in der Nachkriegszeit. Von den Biberacher Bürgern wurde er mit fast 100 % der Stimmen gewählt. Während der Zeit des Nationalsozialismus galt er „als weltanschaulicher Gegner“ des Regimes.

Wegen Wehrkraftzersetzung und Beleidigung wurde Leger 1944 in Untersuchungshaft genommen und entging nur knapp einer strafrechtlichen Verurteilung durch das Oberelandesgericht Stuttgart.

Bei den Biberachern war Leger sehr beliebt, weil er sehr bürgernah war und für jeden Bürger ein offenes Ohr hatte. Mit seiner Arbeitsphilosophie „Vorwärts und Aufwärts“ gelang ihm der schnelle wirtschaftliche, gesellschaftliche und infrastrukturelle Wideraufbau der Stadt Biberach.

Aufgrund Wilhelm Legers Engagements siedelte sich die Firma Liebherr in der Stadt an.

Am 2. März 1964 wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz erster Klasse sowie der Biberacher Ehrenbürgerschaft ausgezeichnet. Am 19. Juni 1964 verstarb Wilhelm Leger nach langer schwerer Krankheit.