Stadt Biberach unterstützt Bau des Wacker-Vereinsheims
Der FC Wacker Biberach plant am Erlenweg den Bau eines neuen Vereinsheims. Die Stadt Biberach bezuschusst das Projekt nach einstimmigem Gemeinderatsbeschluss mit knapp einer halben Million Euro.
Seit Jahren treibt der FC Wacker Biberach den Bau eines Vereinsheims in der Nähe der Sportplätze am Erlenweg voran. Nach Angaben des gut 600 Mitglieder starken Fußballvereins ist dieser auch deshalb notwendig, weil das Mietverhältnis für die Räume an der Ecke Erlenweg/Leipzigstraße nicht mehr lange besteht.
Eine erste Planung hatte für das neue Vereinsheim ein Raumprogramm von 672 Quadratmeter vorgesehen. Aus Kostengründen wurde dieses auf einen ersten Bauabschnitt mit 429 Quadratmeter abgespeckt. Der Verein verzichtet dabei auf Umkleiden, Duschen, Schulungsraum, Geschäftszimmer und Terrasse, setzt stattdessen auf eine Mischnutzung des Gymnastik- und Dartsraums. Die restlichen Räume könnten in einem zweiten Abschnitt gebaut werden – sofern es die finanzielle Situation des Vereins zulässt.
„Damit für den Verein dieser lang gehegte Wunsch in Erfüllung gehen kann, braucht er die Unterstützung des Württembergischen Landessportbunds und der Stadt“, sagte Kämmerin Margit Leonhardt in der Gemeinderatssitzung.
Zu Beginn dieses Jahres waren die Gesamtkosten für das Projekt auf mehr als zwei Millionen Euro angestiegen – eine Summe, die sich als nicht finanzierbar darstellte. Die Hausbank des FC Wacker hatte die Finanzierung des neuen Vereinsheims abgelehnt, die Volksbank Ulm-Biberach wiederum ihre Zusage hierfür gegeben, sofern die Planung reduziert wird.
Die Kosten für den ersten Bauabschnitt werden mit rund 1,6 Millionen Euro veranschlagt. Ein Teil dieser Summe (277.000 Euro) wird durch Eigenmittel des Vereins, Spenden und ehrenamtliche Arbeit gedeckt. Eckpfeiler der Finanzierung sind neben einem Darlehen (670.000 Euro) die Zuschüsse von WLSB (144.000 Euro) und der Stadt (498.000 Euro). Vom städtischen Zuschuss entfallen knapp 120.000 Euro auf die reguläre Vereinsförderung, weitere rund 378.000 Euro werden als Sonderzuschuss bereitgestellt.
Wie hoch die städtische Förderung tatsächlich ausfällt, ergibt sich auf Basis der tatsächlichen Kosten. Wird der Vereinsheim-Bau teurer als kalkuliert, muss der FC Wacker diese Mehrkosten tragen. Sollte das Projekt günstiger werden, reduziert sich wiederum der Zuschuss der Stadt.