Stadt Biberach richtet 2029 den Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ aus
Die Stadt Biberach richtet im Jahr 2029 den Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ aus. Anlass ist das 75-jährige Bestehen der Bruno-Frey-Musikschule. Der Hauptausschuss befürwortete die Ausrichtung in der Vorberatung einstimmig. Auf die Stadt kommen Kosten in Höhe von maximal 70.000 Euro zu.
„Jugend musiziert“ gilt als traditionsreichster Wettbewerb für die musikalische Nachwuchsförderung in Deutschland und als europaweit größter Musikwettbewerb für Kinder und Jugendliche. Der Entscheid auf Landesebene ist die zweite Stufe des Wettbewerbs. Circa 1.600 Musizierende nehmen daran teil, insgesamt kommen rund 5.000 Gäste in die ausrichtende Stadt.
Fünf Tage lang wird an bis zu 15 verschiedenen Orten musiziert. Die Auftritte sind öffentlich und kosten keinen Eintritt. In den kommenden beiden Jahren findet der Landeswettbewerb in Esslingen beziehungsweise Offenburg statt, 2029 folgt Biberach.
Zurückzuführen ist die Ausrichtung auf eine Anfrage des Landesmusikrats, die bei Musikdirektor Andreas Winter einging. „Wir sind stolz darauf, dass wir als Ausrichter für diesen traditionsreichen Wettbewerb angefragt wurden“, sagte der Leiter der Bruno-Frey-Musikschule im Hauptausschuss.
Die Erfolge der Biberacher Musikschule bei „Jugend musiziert“ hätten sich überregional herumgesprochen, außerdem werde 2029 das 75-jährige Jubiläum gefeiert. „Ein Landeswettbewerb wäre natürlich ein willkommenes Highlight im Jahresprogramm“, sagte Winter. „Biberach wäre fünf Tage lang das musikalische Mekka des Landes Baden-Württemberg.“
Die Gesamtkosten des Wettbewerbs liegen zwischen 200.000 und 220.000 Euro. Der Großteil wird durch das Land und die ausrichtende Stadt finanziert. 65.000 bis 70.000 Euro muss die Stadt Biberach leisten, der Zuschuss kann teilweise durch das Überlassen von Räumen und Technik als Sachleistung erbracht werden. Der auf 70.000 Euro gedeckelte Zuschuss wird über das Kulturbudget aus Mitteln der Musikschule finanziert. Die Bruno-Frey-Stiftung hat bereits 4.000 Euro in Aussicht gestellt, um den städtischen Zuschussbedarf zu senken.
Andreas Winter unterstrich die Bedeutung des Landeswettbewerbs sowohl für die musikalischen Nachwuchstalente als auch für die Stadt. „Der Mehrwert ist groß, in der Außendarstellung wäre der Wettbewerb für Biberach eine große Sache.“