OB Zeidler macht sich für wirtschaftsfreundliche Politik stark

Mit eindringlichen Worten hat sich Oberbürgermeister Norbert Zeidler in der jüngsten Gemeinderatssitzung an die Mitglieder des Gemeinderats gewandt. Angesichts der Insolvenz der Firma Vollmer positionierte er sich klar für eine wirtschaftsfreundliche Kommunalpolitik.

Bild vergrößern: OB Norbert Zeidler Bild: © Stadt Biberach
OB Norbert Zeidler

  Die Vollmer-Insolvenz bezeichnete der OB als „schweren Schlag für den Wirtschaftsstandort Biberach“. Das Familienunternehmen sei wie wenig andere Firmen Teil der Biberacher DNA. Zeidler verwies außerdem auf weitere Unternehmen, die jüngst Insolvenz angemeldet haben: das Modehaus Warth, die Bäckerei Keim&Brecht sowie die Karosseriefabrik Biberach. „Brüder und Schwestern, hört die Signale“, sagte das Stadtoberhaupt. „Wenn wir nicht alle bald unsere Hausaufgaben machen, wird das so weitergehen.“

Jede staatliche Ebene sei hier gefordert, auch die kommunale. Zeidler verwies auf Hebesätze, Betreuungsplätze aber auch auf Infrastrukturprojekte wie den Bahnhaltepunkt Nord oder den B 30-Aufstieg. Gerade der Neubau von Straßen sei nicht populär und müsse manchmal gegen erbitterte Widerstände durchgesetzt werden. Zeidler sagte mit Nachdruck: „Es muss allen klar sein, dass es uns hier sehr gut geht. Das liegt an unseren starken und innovativen Unternehmen, mit denen wir eng verbunden sind, die hier wachsen wollen und die hier ihre Steuern zahlen.“ Er appellierte: „Bleiben wir also miteinander wirtschaftsfreundlich.“ Dies sei der Ast, auf dem die Stadt sitze und der sehr vieles ermögliche.

In derselben Sitzung präsentierte Zeidler aber wie gewohnt auch eine „gute Nachricht zum Schluss“ – dieses Mal die im Oktober veröffentlichte Studie „Demographische Lage der Nation“ des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung und der Wüstenrot-Stiftung. Untersucht wurde dabei, wie zukunftsfähig Deutschlands Regionen in Zeiten des Strukturwandels sind. Die Studie zählt den Landkreis Biberach zu den Top-Regionen Deutschlands, Platz neun bedeutet zugleich die Spitzenposition in Baden-Württemberg. 26 Indikatoren aus Demografie, Wirtschaft, Bildung und sozialen Bedingungen waren bei der Studie in das Bewertungssystem eingeflossen.