Gemeinderat gibt zusätzliche Mittel frei
Extreme Trockenheit, zu wenig Personal, höherer Aufwand bei der Baumpflege: Im Teilhaushalt „Öffentliches Grün“ werden im laufenden Jahr 200.000 Euro mehr benötigt als zur Verfügung stehen. Der Gemeinderat gab die überplanmäßigen Mittel einstimmig frei.
Baubürgermeister Simon Menth erklärte im Gemeinderat, dass die Mehrkosten nicht auf einen einzelnen großen Kostenblock zurückzuführen seien. Vielmehr gebe es vielfältige Gründe. Darüber hinaus habe das Stadtplanungsamt seine Haushaltsmittel bislang sehr zurückhaltend angemeldet, was in diesem Jahr nun zum Problem geworden sei. 50.000 Euro hatte die Verwaltung aufgrund der Dringlichkeit bereits bewilligt, die Freigabe der restlichen 150.000 Euro fiel wiederum in die Zuständigkeit des Gemeinderats.
Zu diesem Teilhaushalt gehört der Unterhalt von Grünanlagen und Spielplätzen. Einige Beispiele, was darunterfällt: Zusätzliche Lichtmasten samt Verkabelung im Zuge der Sanierung der Biberstäffele, die Sicherung historischer Mauern im Bereich des Spielplatzes Forstgarten, Maßnahmen zum Schutz der Vegetation in der Parkanlage Lindele und im Grünzug Weißes Bild aufgrund der extremen Dürre und der Unterhalt des Baumbestands. Mit Letzterem werden auch externe Firmen beauftragt, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten und Pflegestandards einzuhalten. Menth kündigte an, in diesem Bereich wieder mehr Aufgaben durch das Baubetriebsamt erledigen lassen zu wollen. Einsparpotenziale hat die Verwaltung nur in geringem Umfang ausgemacht, da der Unterhalt von Grünanlagen, Spielplätzen, Ausgleichsflächen und Bäumen eine Pflichtaufgabe mit nur wenig Entscheidungsspielräumen sei. Verzichtet wurde beispielsweise darauf, neue Bänke und Mülleimer aufzustellen, Spielgeräte zu ersetzen und zusätzliche Bäume zu pflanzen.