Ein Konzept für die Zukunft des Stadtfriedhofs

Der 18 Hektar große Biberacher Stadtfriedhof ist nicht nur eine Begräbnisstätte, sondern auch denkmalgeschützte Parkanlage. Weil Wege, Teiche und technische Infrastruktur nach mehr als 60 Jahren zunehmend sanierungsbedürftig sind, lässt die Verwaltung eine denkmalpflegerische Voruntersuchung erstellen. Sie bildet die Grundlage für ein sogenanntes Parkpflegewerk, das aufzeigt, wie der Stadtfriedhof langfristig erhalten, gepflegt und weiterentwickelt werden soll.

Bild vergrößern: Stadtfriedhof Biberach im Herbst Bild: © Stadt Biberach
Eine Voruntersuchung soll erste Erkenntnisse liefern, wie die Zukunft des Biberacher Stadtfriedhofs aussehen kann.

  

Geplant wurde der Stadtfriedhof im Jahr 1960 von Günther Grzimek, dessen bekanntestes Werk der Olympiapark in München ist. Zwei Jahre später ging der Stadtfriedhof in Betrieb.

Wolfgang Winter, Leiter des Bauverwaltungsamts, berichtete im Bauausschuss von steigenden Unterhaltungskosten in den vergangenen Jahren. Insbesondere die Weiher- und Teichanlagen sowie das Wegenetz verursachen einen zunehmenden Aufwand. Auch an der Entwässerung und der unterirdischen Rohrinfrastruktur häufen sich Schäden.

Eine denkmalpflegerische Voruntersuchung soll deshalb klären, welche Sanierungsmaßnahmen notwendig sind und wie sich der Friedhof künftig denkmalgerecht pflegen lässt. „Wir wollen dabei auch an die Idee Günther Grzimeks anknüpfen und die Anlage in seinem Sinne weiterentwickeln“, erklärte Winter. Die Voruntersuchung kostet rund 35.000 Euro und ist die Basis für Förderanträge, Pflegekonzepte und Detailplanungen.

Bei vier Enthaltungen hat das Gremium der Voruntersuchung zugestimmt. Das Büro Hofmann & Dietz aus Irsee soll die Arbeiten übernehmen.