„Am Blosenberg“: Spatenstich für acht Wohnungen

Der städtische Eigenbetrieb Wohnungswirtschaft schafft weiteren sozialen Wohnraum. Im Röhrenöschle entsteht in der Straße „Am Blosenberg“ ein Mehrfamilienhaus mit acht Wohnungen. Seit dieser Woche laufen die Bauarbeiten.

Bild vergrößern: Am Blosenberg: Spatenstich für acht neue Sozialwohnungen Bild: © Stadt Biberach
Es kann losgehen: Vertreter des Eigenbetriebs Wohnungswirtschaft, der am Bau beteiligten Firmen und des Gemeinderats geben den Startschuss für den Bau von acht Wohnungen.

  

Auf dem 1.341 Quadratmeter großen Grundstück „Am Blosenberg 9/1“ errichtet der Eigenbetrieb Wohnungswirtschaft seinen nächsten Neubau. In den kommenden eineinhalb Jahren entstehen dort auf drei Geschossen zwei Zwei-Zimmer-, zwei Drei-Zimmer- und vier Vier-Zimmer-Wohnungen. Im Kellergeschoss sind unter anderem die Technik sowie Abstellräume untergebracht.

Ralf Miller, Erster Bürgermeister und Leiter des Eigenbetriebs, berichtete beim Spatenstich von kleinen Verzögerungen, die auch auf eine „verzwickte“ Ausgangslage zurückzuführen seien: Aus einem hospitälischen, einem städtischen und einem privaten sei mittlerweile ein Grundstück geworden, dessen Eigentümer der Hospital zum Heiligen Geist ist. „Jetzt haben wir ein Grundstück in toller Innenstadtlage, das der Hospital über einen Erbbaurechtsvertrag mit einer Laufzeit von 50 Jahren dem Eigenbetrieb Wohnungswirtschaft überlässt.“

Das Bauvolumen für insgesamt 594 Quadratmeter Wohnfläche liegt bei rund 2,5 Millionen Euro. Die Wohnungen sind zwischen 42 und 87 Quadratmeter groß. Ralf Miller verdeutlichte, dass neuer bezahlbarer Wohnraum nicht ohne eine „großzügige öffentliche Förderung“ entstehen könne.

Das Projekt wird durch das Landeswohnraumförderungsgesetz ermöglicht, rund 51 Prozent der Baukosten werden bezuschusst. Im Gegenzug verpflichtet sich der Eigenbetrieb, dass die Miete 33 Prozent unter der ortsüblichen Vergleichsmiete liegt. Diese Mietpreisbindung gilt für eine Dauer von 40 Jahren, außerdem muss das Objekt 50 Jahre lang gehalten werden. Weitere Auflagen sind der Neubaustandard plus und die Einhaltung der vorgegebenen Wohnungsgrößen. Für die künftigen Bewohner liegt die Kaltmiete voraussichtlich bei durchschnittlich rund zehn Euro pro Quadratmeter.

Geplant wurde der Neubau in Gänze vom Eigenbetrieb. Die mit den Mehrfamilienhäusern im Altmannweg und in der Schweidnitzallee gemachten Erfahrungen flossen in die Planung mit ein. Sowohl die Mieter als auch der Eigenbetrieb profitieren davon. „Unsere Erfahrungen spiegeln sich in diesem Projekt wider“, sagte Miller, „dadurch sind wir kostengünstiger und schneller unterwegs“.

Zum Einsatz kommt ein vollständig integriertes Gebäudekonzept der Ulmer Firma Envola, das Heizen, Kühlen, Lüften und Warmwasserbereitung in einer digital vernetzten Systemlösung vereint. Es basiert auf einem zentralen Energiespeicher im Außenbereich und hat das Ziel, Komplexität und Investitions- sowie Betriebskosten zu reduzieren. Gleichzeitig sollen Komfort und Effizienz gesteigert werden.

Eigenbetriebsleiter Miller ging beim Spatenstich explizit auf das Thema Lüften ein, weil dies in den Wohnungen des Eigenbetriebs oftmals zu Problemen führe. „Jeder hat ein anderes Lüftungsverhalten.“ Das integrierte Gebäudekonzept löse diese Herausforderung mit einem automatisierten Lüften über dezentrale Raumluftgeräte. „Hier entsteht bezahlbarer Wohnraum mit einem innovativen Technikkonzept, in guter Kooperation zwischen Hospital und Stadt – und das in einer sehr schönen Wohnlage“, fasste Ralf Miller zusammen. Im Frühjahr 2028 sollen die acht neuen Wohnungen bezugsfertig sein.