Rede von OB-Stellvertreter Hans Beck
In der letzten Sitzung vor der Sommerpause ergreift traditionell der erste ehrenamtliche OB-Stellvertreter im Namen des Gemeinderats das Wort. Hans Beck (CDU) thematisierte in seinem Halbjahresrückblick unter anderem richtungsweisende Gemeinderatsbeschlüsse.
Vorangestellt hatte er den Wunsch, dass der Heilungsprozess beim erkrankten Oberbürgermeister Norbert Zeidler weiter gut fortschreitet, was mit Applaus der Anwesenden bekräftigt wurde. Zwei Tage nach dem Ende des diesjährigen Schützenfests richtete Hans Beck dann einen Dank an die zahlreichen Helfer und Unterstützer. Vor allem an die Mitarbeiter des Baubetriebsamts, „die eine Hauptlast schultern müssen“. Im ersten Halbjahr sei viel passiert. Ein herausragendes Ereignis sei der überaus freundliche Empfang auf der Insel Guernsey gewesen, verbunden mit der Unterzeichnung der Freundschaftsvereinbarung. „Das war etwas ganz Besonderes.“
Kommunalpolitisch seien in den ersten sieben Monaten des Jahres „viele richtungsweisende Beschlüsse“ gefasst worden. Beck führte exemplarisch die Sanierungen der Mittelberg-Grundschule und der Mali-Schule sowie die kommunale Wärmeplanung auf. Er merkte aber auch an, dass damit hohe Ausgaben verbunden seien. Der OB-Stellvertreter appellierte an Verwaltung und Gemeinderat, bei künftigen Entscheidungen zu bedenken, dass weniger Einnahmen als bislang zur Verfügung stehen könnten. Die steigende Kreisumlage sei ein Indiz hierfür. „Nicht jeder Wunsch kann erfüllt, nicht jede neue Idee finanziert werden.“
Beck ging in seiner Rede außerdem auf die Wichtigkeit der Demokratie, die in seinen Augen nicht ausreichende finanzielle Unterstützung für Kommunen im Sozialbereich aber auch auf „große Aufgaben“ ein, die Biberach erwarteten. Er nannte dabei die Klimaverbesserung in der Innenstadt und den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung. Zuversichtlich schloss er seine Ausführungen mit der Anmerkung, dass man nicht ständig über die gegenwärtige Situation in Politik und Wirtschaft jammern solle. „Wir sollten die Stärken und Ambitionen herauskehren, die in uns und unserem Land stecken.“