Ringschnait bekommt drei barrierefreie Buskaps

Auf Ringschnait warten in den Jahren 2026 und 2027 große Baustellen. Teile der Ortschaft brauchen eine neue Wasserversorgung, außerdem muss in der Ortslage die komplette Fahrbahn der Bundesstraße 312 erneuert werden. Die Stadt will dies nutzen, um drei Bushaltestellen zu barrierefreien Buskaps umzubauen.

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Die Bushaltestelle in Ringschnait an der B 312 von Biberach kommend wird ebenso barrierefrei umgebaut wie die angrenzende Querungshilfe.

  

Tiefbauamtsleiter Peter Münsch skizzierte in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses die Ausgangslage in Ringschnait: War zunächst das Regierungspräsidium (RP) Tübingen mit der notwendigen Fahrbahnerneuerung der B 312 in der Ortsdurchfahrt vorstellig geworden, meldete sich in der Folge auch die e.wa riss. Der Energieversorger muss sowohl in der Bundesstraße als auch in der Ortsstraße Stadtberg das komplette Wasserversorgungsnetz austauschen. Da diese Maßnahmen eine Vollsperrung beider Straßen von mindestens acht bis zehn Monaten bedeuten würde, werden die Arbeiten nun auf zwei Jahre verteilt.

„Alles innerhalb eines Jahres abzubilden ist nicht möglich“, sagte Peter Münsch. „Sonst gäbe es in Ringschnait kein Rein- und Rauskommen mehr.“ Deshalb ist in diesem Jahr zunächst die Wasserversorgung im Stadtberg an der Reihe. Die Stadt will in diesem Zug auch den kompletten Belag dieser Straße erneuern sowie die bestehenden beiden Querungshilfen barrierefrei umbauen, wofür insgesamt rund eine Million Euro veranschlagt sind.

2027 soll dann die Wasserversorgung in der B 312 sowie die dortige Belagserneuerung erfolgen. Für die Stadt ergibt sich dadurch die Gelegenheit, den barrierefreien Umbau von Bushaltestellen nochmals anzugehen. Vor ein paar Jahren hatte es hierzu schon einmal Überlegungen gegeben, die aber wegen des fehlenden Grunderwerbs nicht weiter verfolgt wurden.

Jetzt sollen noch in diesem Jahr drei Bushaltstellen umgebaut werden. Die Pläne sehen einen Umbau der am Ortseingang aus Richtung Biberach kommenden Bushaltestelle an der B 312 zum Buskap vor. Die Busbucht schräg gegenüber am Maibaumstandort soll hingegen unverändert bleiben, da dort ein barrierefreier Ausbau nicht möglich ist. Stattdessen werden auf Wunsch der Ortschaft die beiden Bushaltestellen an der Mittelbucher Straße im Einmündungsbereich der B 312 umgebaut. Alle drei Haltestellen werden zu Buskaps, bei denen der Bus auf der Fahrbahn hält.

Beim Umbau der einen Bushaltestelle an der B 312 können deutlich Kosten gespart werden, da die Straße anschließend bis zur Belagserneuerung 2027 nur noch provisorisch instandgesetzt werden muss. Das Tiefbaumt rechnet für alle drei Haltestellen mit Ausgaben von 325.000 Euro. 180.000 Euro könnte das Land übernehmen. Berücksichtigt sind in dieser Berechnung auch drei Querungshilfen für Fußgänger mit Mittelinsel. Die beiden bestehenden auf der B 312 am Ortseingang aus Richtung Biberach kommend sollen barrierefrei umgebaut werden. Eine neue ist in der Mittelbucher Straße vorgesehen.

Ortsvorsteher Walter Boscher ergänzte, dass der Ortschaftsrat dem Umbau der drei Haltestellen bereits zugestimmt habe. Wichtig sei auch die Querungshilfe in der Mittelbucher Straße. „Ich bin zuversichtlich, dass diese Gefahrenstelle entschärft wird.“ Ziel ist es nun, bis Ende des Jahres die Arbeiten im Bereich Stadtberg sowie die Bushaltestellen und Querungshilfen fertigzustellen. Die Ausbauplanung für die Bushaltstellen läuft bereits, bis Ende März rechnet die Verwaltung mit der Förderzusage des Landes. Bis Ende Mai sollen die Baumaßnahmen dann ausgeschrieben werden.