Klimamobilitätsplan Biberach: Ergebnisse der Online-Beteiligung liegen vor

Mit welchen Maßnahmen soll die Zukunft der Mobilität in Biberach gestaltet werden, damit sie den aktuellen und kommenden Anforderungen gerecht werden kann? Der Klimamobilitätsplan soll Antworten auf diese Frage liefern. Erste Maßnahmenvorschläge konnten die Bürgerinnen und Bürger Ende vergangenen Jahres in einer Online-Befragung kommentieren und bewerten, 932 beteiligten sich. Nun liegen die Ergebnisse vor.

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Rathaus Biberach

  

Die Biberacher Stadtverwaltung erarbeitet seit vergangenem Frühjahr einen Klimamobilitätsplan. Der datenbasierte Plan soll die langfristige Strategie für die Planung der Mobilität in der Stadt darstellen und zahlreiche konkrete Maßnahmen umfassen, die nachweislich zur Erreichung der Klimaziele im Verkehr beitragen. Ziel ist es, die Mobilität in Biberach nachhaltig, zukunftsfähig und für alle zugänglich zu gestalten.

Das kann aber nur erfolgreich sein, wenn die – in einem Verkehrsmodell auf ihre Wirkung getesteten – Maßnahmen genau zu Biberach und seinen Bürgerinnen und Bürgern passen. Um Einschätzungen zu den Maßnahmenvorschlägen einzuholen, erfolgte Ende 2024 eine Online-Beteiligung. Auch analog konnte man seine Meinung mitteilen.

In der Befragung wurden die bisher vorgeschlagenen Maßnahmen des Klimamobilitätsplans kurz beschrieben und konnten anschließend priorisiert und kommentiert werden. Für eine bessere Übersicht wurden die Maßnahmen in acht Handlungsfelder strukturiert. Die Teilnehmenden konnten selbst wählen, wie viele der Maßnahmenpakete sie bearbeiten wollen. Das größte Interesse wurde den Maßnahmen aus dem Bereich Fuß- und Radverkehr zuteil, dicht gefolgt vom Paket „Öffentlicher Verkehr“. Ähnlich sah es bei der möglichen Priorisierung aus: Insbesondere die Maßnahmen zum Ausbau der Radinfrastruktur sowie jene zur Verbesserung des ÖPNV-Angebots schätzten die Teilnehmenden als besonders wichtig ein.

Neben der Priorisierung und Bewertung wurden auch weitere Hinweise gesammelt. Im Bereich Fuß- und Radverkehr stand dabei insbesondere die Qualität und Sicherheit von Radwegen und Querungsmöglichkeiten im Vordergrund. Eine Person schrieb zum Beispiel: „Je mehr sichere Fahrrad- und Fußwege gebaut und in den öffentlichen Raum integriert werden, desto mehr Menschen nutzen diese.“

Im Bereich Kfz-Verkehr konzentrierten sich die Hinweise auf die Baumaßnahmen des sogenannten „strategischen Netzes“. Hierzu zählen beispielsweise die Gemeindeverbindungsstraße Blosenberg und der B 30-Aufstieg. Die geäußerten Meinungen waren mitunter sehr gegensätzlich. So wird der geplante Aufstieg von einigen als „unnötig“ abgelehnt, andere wiederum halten ihn für notwendig oder sogar „überfällig“.

Die Ergebnisse der Online-Beteiligung fließen in die weitere Ausarbeitung des Klimamobilitätsplans ein. Der überarbeitete Maßnahmenkatalog wird beim zweiten Mobilitätsforum im Frühsommer im Heinz H. Engler-Forum vorgestellt.

Eine ausführliche Dokumentation der Beteiligungsergebnisse und allgemeine Informationen zum Klimamobilitätsplan finden sich auf der städtischen Internetseite unter www.biberach-riss.de/kmp.