Kanalerneuerung in der Rollinstraße läuft nach Plan
Die Erneuerung des Abwasserkanals in der Rollinstraße gehört zu den Schwerpunkten des Eigenbetriebs Stadtentwässerung in diesem Jahr. Hinzu kommen die laufenden Sanierungen und Untersuchungen des Kanalnetzes. Dabei kann nicht alles wie geplant umgesetzt werden.
Der Gemeinderat erhält jährlich einen Zwischenbericht über die Entwicklung des Wirtschaftsplans des Eigenbetriebs Stadtentwässerung. So geschehen in der jüngsten Sitzung. Baubürgermeister Simon Menth, der auch Leiter des Eigenbetriebs ist, merkte an, bei den Kontrollen und Sanierungen auf einem guten Weg zu sein.
Der Planansatz von 190.000 Euro für die Untersuchung von Kanälen wird allerdings nicht vollumfänglich benötigt, da sich die Kanal- und Hausanschlusssanierung nach der Eigenkontrollverordnung insgesamt verzögert hat und einige Leistungen noch ausstehen. Auch bei den Kanalsanierungen werden wohl 330.000 Euro weniger ausgegeben als geplant, was hauptsächlich auf den späteren Beginn der beauftragten Arbeiten zurückzuführen ist.
Die Anfang Juni begonnene Kanalerneuerung in der Rollinstraße läuft derzeit nach Plan. Der alte Mischwasserkanal aus dem Jahr 1953 mit einem Durchmesser von 90 Zentimetern wurde durch einen rechteckigen Kanal mit 80 Zentimetern Höhe und 1,40 Meter Breite ersetzt. In den nächsten Wochen sollen die Arbeiten, die zum Angebotspreis von knapp 800.000 Euro vergeben worden waren, fertig sein.
Die Kanalrenovierung im südwestlichen Bereich Biberachs konnte hingegen aufgrund der Insolvenz der beauftragten Firma immer noch nicht abgeschlossen werden. Arbeiten von rund 140.000 Euro stehen hier noch aus. Abgeschlossen ist seit Mitte Juli die Renovierung des Kanals in Rißegg und Rindenmoos. Die Schlussrechnung lag mit rund 218.000 Euro innerhalb des Kostenrahmens.
Auch bei den Investitionen bleibt der Eigenbetrieb hinter den veranschlagten 3,4 Millionen Euro zurück. Grund sind vor allem die Baugebiete „Hirschberg“ und „Taubenplätzle III“, deren Erschließung sich nach hinten verschoben hat. So werden bei den Investitionen nur rund 1,5 Millionen Euro benötigt, was sich auch auf die Kreditaufnahme auswirkt. Statt vier Millionen werden voraussichtlich nur zwei Millionen Euro gebraucht.
Von den zurückgestellten Gebührenüberschüssen in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro werden planmäßig rund 605.000 Euro herangezogen. Das geringfügige Defizit im Erfolgsplan 2025 von rund 40.000 Euro mindert die Rückstellungen zusätzlich.