Die Reise zum Klima: Live-Reportage begeistert – und bedrückt

Indigene im Amazonas, eine Meeresbiologin aus Australien oder Fischer aus Grönland: Auf seinen Reisen hat der Naturfotograf Markus Mauthe nicht nur faszinierende Naturaufnahmen gemacht, sondern im Kontakt mit den Einheimischen vor Ort erfahren, wie sich der Klimawandel schon jetzt auf viele Regionen der Welt auswirkt. Am 4. Februar teilte er seine Erfahrungen in einer Live-Show in der Stadthalle Biberach.

Bild vergrößern: Markus Mauthe: Reise zum Klima, Greenland, Ilulissat Icefjord Bild: © Andre Delia
Markus Mauthe: Reise zum Klima, Greenland, Ilulissat Icefjord

  

Dabei ging er insbesondere auf die Kipppunkte des Klimas ein: Viele Ökosysteme der Erde stehen bereits vor einem kritischen Grenzwert, bei dessen Überschreiten unumkehrbare und sich selbst verstärkende Veränderungen eintreten. Während die immer weiter wütenden Feuer im Amazonas auf den ersten Blick katastrophal wirken, sind andere Kipppunkte subtiler. In Grönland schmelzen jährlich beispielsweise Milliarden Tonnen Eis ab.

Für den Tourismus und die Fischerei hat das zunächst positive Auswirkungen, doch die Veränderungen, die durch den steigenden Meeresspiegel und sich dadurch möglicherweise ändernde Meeresströmungen entstehen könnten, sind verheerend.

Mauthe zeigte innovative Lösungsansätze, die diese Entwicklungen zu verhindern versuchen. Doch er sagte auch: „Wir wissen seit Jahren, was wir machen müssen. Aber es passiert nichts.“ Die über 200 Besucherinnen und Besucher in der Stadthalle gingen mit gemischten Gefühlen nach Hause.

Die Veranstaltung wurde von Greenpeace Deutschland in Kooperation mit der vhs Biberach und der Arbeitsgruppe Klimaschutz der Lokalen Agenda Biberach umgesetzt. Wer Interesse hat, sich in der Arbeitsgruppe Klimaschutz zu engagieren, kann sich an die städtische Klimaschutzmanagerin Lisa Schröder, E-Mail l.schroeder@biberach-riss.de, Telefon 07351/51-183 wenden.