Multifunktionsraum bietet Platz für Veranstaltungen aller Art: Abdera eröffnet „Die Werkstatt“

Nach gut einem Jahr Bauzeit ist der neue Multifunktionsraum der Kulturhalle Abdera fertig. Der Betreiberverein Lilienthal will ihn vielseitig nutzen und auch vermieten. Beispielsweise für Sitzungen, Geburtstage, Workshops, Vorträge, Proben oder Ausstellungen. Jetzt wurde „Die Werkstatt“ mit einer kleinen Feier eröffnet.

Bild vergrößern: Abdera_Werkstatt - Kopie
Neuer Multifunktionsraum fürs Abdera: Jennifer Gashi und Simon Menth eröffnen „Die Werkstatt“.


Das Jahr 2025 ist für das Abdera ein besonderes: Die Kulturhalle in der Breslaustraße feiert ihr 25-jähriges Bestehen. Auf eine Jubiläumsparty im Januar folgte im Oktober die Würdigung beim Biberacher Bürgertag. Den passenden Schlusspunkt des Jubiläumsjahres setzt nun die Fertigstellung des neuen Multifunktionsraums. Im Dezember 2023 hatte der Gemeinderat entschieden, die an das Abdera angrenzende Garage auszubauen und durch einen Anbau zu erweitern. Die vom Verein Lilienthal ausgearbeitete Konzeption sah vor, aus der leerstehenden Garage – früher von „Jugend Aktiv“ als Werkstatt genutzt – einen eigenständigen Veranstaltungsraum zu machen. Ergänzt durch einen Anbau mit Windfang und Sanitärräumen sowie ein Stuhllager. Letzteres war bislang in einer Garage auf dem benachbarten Behördenparkplatz untergebracht. Diese muss allerdings aufgrund des dort geplanten Baus der Energiezentrale weichen.

Veranschlagt wurden Kosten von rund 250.000 Euro. Der Gemeinderat hatte auch deshalb zugestimmt, weil Lilienthal Eigenleistungen zusicherte. Baubürgermeister Simon Menth sagte bei der Eröffnung, dass der neue Veranstaltungsraum eine Art Geburtstagsgeschenk der Stadt sei. „Man sieht, welche Bedeutung das Abdera und der Verein Lilienthal haben. Das Abdera ist ein wichtiger Baustein für die Kulturszene in Biberach.“ Das Abdera sei für ihn ein Ort, der sich durch Vielfalt auszeichne, so Menth. Er verwies auf den Bürgertag, an dem die Lilienthal-Vorsitzende Jennifer Gashi ausgeführt hatte, ihr Verein mache alles, „worauf die Mitglieder Bock haben“. Dafür, erklärte der Baubürgermeister, stehe auch der neue Multifunktionsraum. „Eine Werkstatt ist ein kreativer Ort, an dem man Dinge ausprobieren kann und es Platz für unterschiedliche Themen und Projekte gibt.“ Menth lobte alle am Projekt Beteiligten und explizit die Vereinsmitglieder, die viel Eigenleistung und Herzblut eingebracht hätten. „Hier zu investieren war die richtige Entscheidung, das Geld fällt auf fruchtbaren Boden.“

Geplant wurde der Aus- und Anbau von den Biberacher Architekten Kull und Woitun, die bereits Ende der 1990er-Jahre die Umnutzung der einstigen Lagerhalle zum Abdera begleitet hatten. Rainer Woitun berichtete von seinem anfänglichen Gedanken, dass das jetzige Projekt ein kleines sei. „Wir haben schnell festgestellt, dass dem nicht so ist.“

„Tolles Miteinander“

Vielmehr habe sich alles um die Frage gedreht, wie der geringe Platz sinnvoll genutzt werden könne. Trotz dieser Beengtheit habe man sämtliche Gewerke gebraucht, die auch beim Bau eines Einfamilienhauses zugange seien. Was wiederum zu Herausforderungen geführt habe, weil manche Firmen schlicht überlastet seien. Woitun betonte, dass ein solches Projekt immer eine Teamleistung sei. „Wir hatte ein tolles Miteinander und am Ende ist etwas Gutes herausgekommen.“

Jennifer Gashi war es ein Anliegen, sich im Namen von Lilienthal bei allen Mitwirkenden zu bedanken. Aus einer alten Werkstatt sei ein neuer Raum für Veranstaltungen geworden. „Ein Raum, der das Abdera weiter stärken wird.“