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Sie haben sich entschlossen zu Bauen. Als Baurechtsbehörde sind wir bemüht, Ihren Antrag schnellstmöglich zu bearbeiten. Dies setzt voraus, dass möglichst zu Beginn alle Antragsunterlagen vollständig vorgelegt werden.

Die erforderlichen Vordrucke erhalten Sie bei der Baurechtsbehörde und in digitaler Form auf dieser Seite. Da es sich nicht um unterschriftsfreie Formulare handelt, müssen sie ausgedruckt und bei der Baurechtsbehörde eingereicht werden.

Bitte bedenken Sie, dass jeder Antrag auf seine individuelle Besonderheit hin geprüft werden muss und die bei der Baurechtsbehörde eingehende Zahl der Anträge, sowie die Unterschiedlichkeit der Bauvorhaben eine eingehende Prüfung voraussetzt.

Ein persönliches Beratungsgespräch vorab mit dem/der zuständigen Sachbearbeiter/in wird empfohlen. Er/sie wird Ihnen helfen, Ihr Verfahren bestmöglich vorzubereiten, um eine kurzfristige und rechtssichere Bearbeitung Ihres Verfahrens zu gewährleisten.

Bitte beachten Sie unsere Sprechzeiten:
Montag bis Freitag 8:00 Uhr bis 12:30 Uhr
Mittwoch 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr
oder nach vorheriger Vereinbarung, Telefonnummer 51-311 oder 51-581.

Doch nun zu den verschiedenen Verfahren.

Baugenehmigungsverfahren

Bauvoranfrage

Abweichungen, Ausnahmen, Befreiungen

Kenntnisgabeverfahren

Nachweise nach EWärmeG/EEWärmeG

Sonstiges, Vordrucke

 

1. Baugenehmigungsverfahren

Die Errichtung, Änderung oder Nutzungsänderung sowie der Abbruch baulicher Anlagen sind genehmigungspflichtig. Dies bestimmt die Landesbauordnung Baden-Württemberg (LBO).

Von diesem Grundsatz gibt es Ausnahmen und zwar dann, wenn es sich um verfahrensfreie Vorhaben (§ 50 LBO) oder um Vorhaben des Kenntnisgabeverfahrens (§ 51 LBO) handelt. Es sind also unterschiedliche Verfahren zu beachten.

Handelt es sich um ein genehmigungspflichtiges Vorhaben, so muß ein Bauantrag bei der Baurechtsbehörde eingereicht und die Baugenehmigung abgewartet werden. Für bestimmte Bauvorhaben kann dabei das sogenannte vereinfachte Baugenehmigungsverfahren (§ 52 LBO) gewählt werden, welches lediglich eine eingeschränkte Prüfung vorsieht.

Dem Antrag auf Erteilung einer Baugenehmigung müssen folgende Unterlagen beigefügt werden:

  • Lageplan
  • Bauzeichnungen
  • Baubeschreibung
  • Darstellung der Grundstücksentwässerung
  • Bautechnische Nachweise oder Erklärung zum Standsicherheitsnachweis
  • Bestellung eines Bauleiters

Wir haben Ihnen nachfolgend folgende Vordrucke bereitgestellt:

Bauantrag

Baubeschreibung

Bestellung eines Bauleiters

Der Lageplan, die Bauzeichnungen, Darstellung der Grundstücksentwässerung und die Bautechnischen Nachweise bzw. die Erklärung zum Standsicherheitsnachweis sind von den Fachleuten, wie Architekten, Vermessungsingenieure, Baustatikern zu fertigen.

Das Baugenehmigungsverfahren läuft wie folgt ab:

Der Bauantrag wird mit den zugehörigen Unterlagen bei der Baurechtsbehörde auf Vollständigkeit und Übereinstimmung mit den bauordnungs- und planungsrechtlichen Vorschriften geprüft. Sollten Unterlagen fehlen, ruht der Antrag bis zum Eingang der nachzureichenden Papiere.

Sind bei der Vorprüfung keine Mängel aufgetaucht bzw. die fehlenden Unterlagen inzwischen eingetroffen, werden die Stellungnahmen verschiedener Ämter und Dienststellen eingeholt.

Parallel zur Ämterbeteiligung findet eine Angrenzerbenachrichtigung statt. Die Benachrichtigung ist nicht erforderlich bei Angrenzern, die eine schriftliche Zustimmungserklärung abgegeben oder die Bauvorlagen unterschrieben haben.

Zustimmungserklärung der Angrenzer

Wenn sämtliche Stellungnahmen vorliegen, fasst die Baurechtsbehörde diese mit der eigenen technischen und öffentlich-rechtlichen Prüfung zusammen und erteilt die Baugenehmigung.

Mit der Ausführung des Bauvorhabens darf erst nach Erteilung des Baufreigabescheines (Roter Punkt) begonnen werden. Der Bauherr hat den Baubeginn der Baurechtsbehörde schriftlich mitzuteilen.

Mitteilung des Baubeginns

Die Baurechtsbehörde kann in der Baugenehmigung vorschreiben, dass bestimmte Bauteile oder Bauarbeiten oder auch die gesamte bauliche Anlage nach ihrer Fertigstellung abzunehmen ist. In diesem Fall hat der Bauherr rechtzeitig schriftlich mitzuteilen, wann die Voraussetzungen für die Abnahme gegeben sind. Über die Abnahme stellt die Baurechtsbehörde auf Antrag des Bauherrn eine Bescheinigung aus.

Antrag auf Abnahme bestimmter Bauteile oder Bauarbeiten

Antrag auf Abnahme der baulichen Anlage

 

2. Bauvoranfrage

Die Frage, ob und wann auf einem bestehenden Baugrundstück gebaut werden darf, läßt sich am besten durch eine Bauvoranfrage klären. In diesem Verfahren können Sie bereits vorab und ohne großen Aufwand auch Detailfragen zu Ihrem Bauvorhaben klären lassen.

Der Bauvorbescheid ist rechtsverbindlich wie eine Baugenehmigung. Der Bescheid ist 3 Jahre gültig.

Dem Antrag auf Erteilung eines Vorbescheides sind die Bauvorlagen beizufügen, die zur Beurteilung der durch den Vorbescheid zu entscheidenen Fragen - bitte konkret formulieren - erforderlich sind. Hilfreich ist

  • ein Lageplan
  • eine Baubeschreibung
  • eine Bauentwurfskizze

Unser Tipp für Sie: Nutzen Sie das Angebot der Baurechtsbehörde und lassen Sie sich dort beraten oder holen Sie sich den Rat Ihres Architekten.

Bauvoranfrage

 

3. Abweichungen, Ausnahmen, Befreiungen

Manchmal können aus den unterschiedlichsten Gründen die materiellen Vorschriften der Landesbauordnung nicht eingehalten werden. In diesem Fall hat der Bauherr die Möglichkeit einen Antrag auf Abweichung, Ausnahmen und Befreiungen zu stellen.

Antrag auf Abweichung, Ausnahme und Befreiung

 

4. Kenntnisgabeverfahren

Der Bauherr kann bei bestimmten Bauvorhaben wählen, ob er das Genehmigungsverfahren oder das Kenntnisgabeverfahren durchführt. Bei welchen Bauvorhaben das Wahlrecht besteht, ist in § 51 Landesbauordnung geregelt. Das Paradebeispiel für das Kenntnisgabeverfahren ist das Wohngebäude, das innerhalb eines Bebauungsplanes liegt, der nach dem 29.06.1961 rechtsverbindlich geworden ist.

Im Kenntnisgabeverfahren hat der Bauherr als Bauvorlagen einzureichen:

  • Lageplan
  • Bauzeichnungen
  • Darstellung der Grundstücksentwässerung
  • Erklärung zum Standsicherheitsnachweis
  • Bestätigungen des Entwurfsverfassers und des Lageplanfertigers
  • Bestätigung des Bauherrn zur Bauherrschaft und zur Bestellung eines Bauleiters

Den erforderlichen Vordruck für das Kenntnisgabeverfahren mit gleichzeitiger Bestätigung des Entwurfsverfassers, Bestätigung des Lageplanfertigers, Erklärung zum Standsicherheitsnachweis und Bestätigungen des Bauherrn stellen wir Ihnen nachfolgend zur Verfügung:

Kenntnisgabeverfahren nach § 51 Abs. 1 und 2 LBO

Abbruch baulicher Anlagen - Kenntnisgabeverfahren nach § 51 Abs. 3 LBO

Der Anschluss der Grundstücksentwässerungsanlagen an die öffentliche Kanalisation bedarf im Kenntnisgabeverfahren der separaten Genehmigung. Diese ist mittels nachfolgendem Vordruck und den entsprechenden Planvorlagen beim Eigenbetrieb Stadtentwässerung zu beantragen.

Entwässerungsantrag

 

5. Nachweise nach EWärmeG / EEWärmeG

Bund und Land Baden-Württemberg haben zur Verbesserung des Klimaschutzes jeweils ein Wärmegesetz erlassen. Das Bundeswärmegesetz, genannt Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz (EEWärmeG), enthält eine Regelung zur Nutzung erneuerbarer Energien bei der Wärmeversorgung aller Neubauvorhaben (Wohn- und Nichtwohngebäuden). 

Merkblatt EEWärmeG Neubauvorhaben

Das Wärmegesetz des Landes, genannt Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWärmeG), gilt für den Wohnungsbestand, wenn im Einzelfall die Heizungsanlage ausgetauscht wird.

Merkblatt EWärmeG Gebäudebestand

EWärmeG - Häufig gestellte Fragen

Nachfolgend stellen wir Ihnen sämtliche Vordrucke für die Nachweisführung nach dem EEWärmeG und dem EWärmeG zur Verfügung:

a) Vordrucke für Neubauten vom 01.04.2008 bis 31.12.2008

Nachweis nach § 6 EWärmeG Entfall Nutzungspflicht

Nachweis nach § 6 EWärmeG Ersatzweise Erfüllung

Nachweis nach § 6 EWärmeG Feste Biomasse

Nachweis nach § 6 EWärmeG Öl und Gas

Nachweis nach § 6 EWärmeG Solarthermische Anlage

Nachweis nach § 6 EWärmeG Wärmepumpe

b) Vordrucke für Neubauten ab 01.01.2009 nach dem EEWärmeG

Nachweis EEWärmeG Hinweise

Nachweis nach § 10 EEWärmeG Solarthermie

Nachweis nach § 10 EEWärmeG Biogas

Nachweis nach § 10 EEWärmeG Bioöl

Nachweis nach § 10 EEWärmeG Feste Biomasse

Nachweis nach § 10 EEWärmeG Geothermie und Umweltwärme

Nachweisführung nach § 10 EEWärmeG - Kälte aus EE

Nachweis nach § 10 EEWärmeG Mehrere Gebäude

Nachweis nach § 10 EEWärmeG - Ersatzmaßnahmen

Nachweis nach § 10 EEWärmeG Ausnahmen

c) Vordrucke für Wohngebäude im Bestand

Nachweisführung nach § 6 EWärmeG Biogas Bioöl

Nachweisführung nach § 6 EWärmeG Entfallen der Nutzungspflicht

Nachweisführung nach § 6 EWärmeG Ersatzweise Erfüllung 2007

Nachweisführung nach § 6 EWärmeG Ersatzweise Erfüllung 2009

Nachweisführung nach § 6 EWärmeG Feste Biomasse

Nachweisführung nach § 6 EWärmeG Solarthermie

Nachweisführung nach § 6 EWärmeG Sonst. Maßnahmen zur Ersatzweisen Erfüllung

Nachweisführung nach § 6 EWärmeG Wärmepumpe

  

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte den Internetseiten des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Verkehr Baden-Württemberg. 

 

6. Sonstiges

 Nachfolgend haben wir für Sie bzw. Ihren Architekten noch weitere Vordrucke bereitgestellt:

Abgangsstatistik

Angaben zu gewerblichen Anlagen, die keiner immissionsschutzrechtlichen Genehmigung bedürfen

Antrag Aufgrabungsgenehmigung

Antrag auf Aufstellung eines Baugerüstes/Containers

Antrag auf Bauplatzüberlassung

Aufgrabungsrichtlinien

Baubeschreibung Werbeanlage

Berechnung der Stellplätze für Kraftfahrzeuge

Bescheinigung Stichprobenkontrolle der Bauausführung energiesparender Maßnahmen

Checkliste Bauprojekte Innenstadt Biberach

Energiebedarfsausweis nach § 13 EnEV

Erhebungsbogen für Baugenehmigung

Lageplan schriftlicher Teil (§ 4 LBOVVO)

Merkblatt Aufgrabungen

Richtlinien für Bauplatzvergabe

Technische Angaben über Feuerungsanlagen

Vereinfachtes Verfahren (Bauantrag)

Wärmebedarfsausweis nach § 13 EnEV